Quantitatives EEG und Legasthenie


In den letzten 15 Jahren ist es Herrn Dr. Weiler und Dr. Brill gelungen, bei Legasthenikern ein für ihre Beschwerden typisches EEG-Bild zu erarbeiten. Allerdings ist dies nicht in den Kurvenbildern eines „ normalen“ Elektroenzephalogramms zu erkennen. Hierfür ist eine computerisierte Auswertung erforderlich, welche landkartenähnliche Darstellungen, sogenannte Brain-Maps, des Gehirns erlauben. Ganz bestimmte EEG-Ableitbedinungen zeigen dann Areale, welche bei Legasthenikern gestört sind.

Sie konnten herausarbeiten, dass einzelne Hirnabschnitte in einzelnen Frequenzbereichen auffällig sind. Dies hat nicht nur eine diagnostische, sondern auch eine therapeutische Bedeutung. Erst die Darstellung auffälliger Gehirnabschnitte sowie auffallender Frequenzbereiche erlaubt es, die Leistungsfähigkeit des Gehirns mittels Neurofeedback zu verbessern. Beim Neurofeedback handelt es sich um eine Konditionierung des Gehirns. Dabei wird die Fähigkeit des Gehirns, sich selbst zu organisieren, genutzt. Nur so konnten die Menschen sprechen lernen . Ein kleines Kind weiß weder, was das Wort „Mama“ bedeutet, noch wie es „Mama“ sprechen soll, noch dass es „ Mama“ sagen soll. Und dennoch lernen alle Kinder sprechen, lernen alle Kinder die Bedeutung eines Wortes zu erkennen und sinngerecht einzusetzen.

Das folgende Bild zeigt ihnen eine landkartenähnliche Darstellung der Gehirnoberfläche, bezogen auf einzelne Frequenzbereiche.


Betabereich: typisches Bild für eine Legasthenie / Lese - Rechschreibschwäche

Dr. Klaus Brill

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